Dettlings in Grünmettstetten bei Horb a. Neckar

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Sippe Dettling

Die erste Hofsiedlung um 1550 dürfte wohl, vor allem auch des Wassers wegen, der Hof von Pius Wehle sein, dessen einstiger Besitzer jener erstgenannte Schultheiß Caspar Wehelin um 1550 herum gewesen war. Diesem Hof benachbart war der oft erwähnte "obere Hof" (villa superior), welcher den Dettlings gehörte. Unzweifelhaft handelt es sich hierbei um das Anwesen des heutigen "Pflug". Ein zweiter oberer Dettling'sche Hof war in der Schafgasse (= Haus von Johann Walz) bis 1796 ...Südlich des Baches war es zunächst einmal der sog. "untere Hof" (villa inferior), damals den Dettling gehörig, heute ist das Anwesen im Besitz von Josef Klink.. (Heimatbuch S. 30/31)

Im Jahre 1559 sind noch keine Dettling im Ort genannt. 100 Jahre später aber sind schon einige im Besitz von grösseren Höfen: Der obere Hof (= heute ist es der Pflug) war schon um das Jahr 1650 im Besitz von Christoph Dettling, der wohl um 1645 sich mit Maria Singer verheiratete. Sein Enkel, Christoph Dettling im oberen Hof (geb. 1692) war Schultheiß. Daneben gab es noch einen 2. oberen Dettling'schen Hof (=heute Walz in der Schafgasse) und einen unteren Hof (= Josef Klink, Bauer). Johann Dettling aus dem unteren Hof war zur Zeit des Kirchenbaues Schultheiß; der Hof wurde später zerstückelt.

Im Spitalarchiv in Horb befindet sich noch ein Kauf- und Heiratsvertrag zwischen Hans Dettling von Grünmettstetten und Anna Müller, Tochter von Hans Müller zu Altheim mit 15 Seiten. Er dürfte der vorletzte Ahne in der Sippe des August Dettling sein. In dieser Sippe werden einige (von 1700-1770) Spielmann genannt, da sie wohl bei den Hochzeiten aufspielten.

Die heutigen Dettling bilden drei Linien. Zur Hauptlinie gehören "Kilians" (Harry, Ewald Dettling) und "Gottliebe" (=Fridolin Dettling). Die zweite ebenfalls bis zum 30 jährigen Krieg zurückreichende, aus dem unteren Hof stammende Linie, wird von August Dettling geführt, die dritte junge Linie kommt von Dettlingen und ist in der vierten Generation auf dem Pflug ansässig (früher Kreidler u. Sayer).

1404 und 1522 kaufte das Horber Spital Grünmettstetten von Kunz von Bellenstein und Hans Reinhard von Dettlingen.(Oberamt Horb S. 189).

1618-1768 Andreas Dettling übernahm als erster Pfarrer 1618 die Seelsorge in Grünmettstetten. In einem Kaufvertrag vom 24.04.1620 kauft er von Georg Noll zu Eutingen eine Gült. Am 15. Febr. 1681 wurde für ihn ein Jahrtag gestiftet (Heimatbuch S. 112).

1685 wurden in Horb 87 Grünmettstetter gefirmt (damals 10-jähriger Zyklus). Es waren dies ...8 Dettling.. (Heimatbuch S. 106)

1650 Anna Dettling heiratet Christoph Kaupp, deren Söhne Johannes (geb. 1659) und Peter (geb. 1661) (Quelle: Heimatbuch S. 194, Fam.Reg.)

1666 wird im "Heller-Zinsbuch", das sich im Spitalarchiv befindet, vermerkt, dass insgesamt 35 Fastnachtshennen und 37 Grashühnlein abgeliefert werden mussten. Die Pflichtigen waren: Martin Steimle, Hans Daiber, Hans Merkt, Hans Weil bei dem Kreidler, Martin Fritz, Stoffel u. Jakob Dettling Hans Kaupp, Hans Eystetter Altschultheiß, Jakob Walz Küfer, Hans Steimblin, Jakob u. Hans Kaupp, Hans Schlotter, Martin Schlotter Schmid, Jakob Schorpp Beck, Jakob Merkt, Hans Klein, Jakob Vogel Taglöhner, Caspar Hetzen, Jakob Ruof, Hans Jung, Mattheis Raiber Zimmermann, Wwe. Jakob Kaupp, Stoffel Kaupp, Hans Wehelin der Schaufler (Heimatbuch S. 29).

1672 Hans Dettling schließt einen Ehevertrag mit Anna Müller von Altheim (Württem. Archivinv. Horb S.40)

1680 heiratete Maria Dettling (gest. 1685) Hans Ruof.(Heimatbuch S. 224)

1685 Maria Dettling heiratet Adam Faßnacht (gest. 1694)(Heimatbuch S. 208, Fam.Reg.)

Fleckenbuch (= heutiges Grundbuch) von 1600 und 1756 zeigen einen häufigen Besitzwechsel:

..15) 1600:Michel Jung, 1756: Christoph Dettling an Georg Dettling..

..19) 1756: Jakob Dettling an Johannes Dettling..

1718 waren die Dettlings wie folgt, begütert:

Christoph Dettling jung (oberer Hof) 73 Jauchert

Johann Dettling (unterer Hof) 70 Jauchert

Jakob Dettling (2. oberer Hof) 53 Jauchert

Christoph Dettling alt 1 Jauchert

Johann Dettling Taglöhner 9 Jauchert

Peter Dettling 5 Jauchert

Februar 1720 hatte Peter Dettling bei dem letzten Harrach-ischen Durchmarsch in "loco Mettstetten" ein Cegel ausgezapft, aber kein Umgeld (=Umsatz- und Getränkesteuer) bezahlt. Dafür straft ihn das kaiserliche Amt in Horb mit 2 fl. Dagegen ward im Namen des Spitals als Exekutors der niederen Gerichtsbarkeit protestiert: der Spital sei Vogtherr und habe zu strafen, der Bauer sei arm, unschuldig und habe nur gezwungen ausgeholfen, die gnädige Herrschaft habe erst seit 30 Jahren das Recht an sich gezogen, während des 30-jährigen Krieges sei so etwas überall vorgekommen und alles frei gelassen worden. Wenn Bauer überhaupt strafbar sei, so gehöre die Strafe dem Spital als Vogtherr, dieser hoffe, das Umgeld wieder zu erlangen. Hierüber bitte der Spital um ein rechtliches Gutachen in Tübingen bei Konsul Schickart, Ritterschaftlicher Syndikus und bei der Juristenfakultät (nebenbei sei bemerkt, dass das Gutachten nur (!) 17 f. 10 kr kostete) (Vgl. Holl: Geschichtliche Notizen; Heimatbuch S. 28)

1725 Anna Dettling heiratet Martin Steimle (geb. 1698), Kiefersbauer. Deren Kinder Johannes (Fam.Reg. 212) und Martin (Fam.Reg. 215) (Quelle: Heimatbuch S. 198, Fam.Reg.)

1730 Luzia Dettling heiratet Simon Kaupp (geb. 1731) (Quelle: Heimatbuch S. 194, Fam.Reg.)

Um 1730-1755 ist Christoph Dettling vom oberen Hof Schultheiß in Grünmettstetten.(Heimatbuch)

1765 Johann Dettling vom unteren Hof (z. Zt. des Kirchenbaus) ist Schultheiß. (Heimatbuch)

Anno 1775 hat Maria Magdalena Singerin, ledigen Standes, gebürtig aus Diessen fürstlich Murischer Herrschaft, eine Dienstmagd bei Johann Dettling Annahannis genannt (dessen Sohn als Soldat 1793 in Ungarn ertrank), den 16. August um 4 Uhr ohne Beysein eines anderen Menschen ein Knäblein zur Welt geboren, das sie von Mattheus Dettling, ebenmäßig ledigen Stands, des Michel Dettling, sonst Schulzenmichele genannt, Sohn empfangen, welches nachero abends um 8 Uhr bei ihr tot ohne hl. Taufe unter dem Bett in einem alten Hemeth eingewickleth gefunden worden.." berichtet Pfarrer Steinwand von einer grausigen Mordtat. (Heimatbuch S. 52)

Im Jahre 1777 den 26. Oktober, hat der vorgeachte und bescheidende Mann Johannes Weber, sonst Schmiedhannes genannt, mit seinem vielgeliebten Eheweib, Maria Anna Wehlin, nachdem sie 52 Jahr und 9 Monath miteinander in dem heiligen Ehestand zugebracht, die zweite Hochzeith auf das Feierlichste im Angesicht der Katholischen Kirche gehalten: Zeugen hierbey waren der vorgeachte und bescheidene Mann Peter Wehle, erster Deputat, die tugendsame... Johannes Kreydler und Johannes Dettling, beide Enkel, die tugendsamen Jungfrauen Maria Kreidlerin und Katharina Dettlingin auch beide enkel. Der Kirchgang war wie anderer feierlicher Kirchgang von der Hochzeitsleuten-Behausung in die Kirch. Peter Wehle hatte als Brautsführer die alte Braut in die Kirche begleitet. Bei der Kommunion des Priesters haben kommuniziert das Brautpaar, die 2 Gesellen und die 2 Gesellinnen und die 3 Döchtern von den Brautleuthen. In der Predigt ist gehandelt worden von der unaufhörlichen Danksagung zu Gott wegen empfangener unzahlbarer Gnaden und Guttathen in ihrem 52-jährigen Ehestand". Das Jubelpaar bewohnte das Haus Nr. 77 ("Jakobs"), das eine Schmiede besaß. So schrieb Pfarrer Steinwand die erste Goldene Hochzeit in das Eheregister (Heimatbuch s. 100)

1779 heiratete Anna Dettling aus Salzstetten den Bürger und Bauer Josef Wehle (1756-1834)(Heimatbuch S. 227).

1781 heiratete Agatha Dettling, Tochter des "Annahannis", Andreas Zimmermann (1752-1833) von Beruf Zimmermann (Heimatbuch S. 217)

1787 Legata Dettling, Tochter aus dem oberen Hofe (ex villa superiore)heiratete den 1. Pflugwirt Xaver Saier(Heimatbuch S. 63).

Um 1790 heiratete Magdalene Dettling den Martin Lutz, dessen Vorfahren aus Untertalheim stammten (Heimatbuch S. 222).

"Am 23.01.1781 dahier ein solch großes Gewässer angeloffen sey wie nie seit Menschengedenken. Bei diesem großen Wasser, - heißt es in der kurzen Notiz - wurde ich abends 4 Uhr berufen, die Agatha Singerin, die Hausfrau des Johannes Dettling, zu versehen. Dies vollbringen zu können, musste der Pfarrer samt dem Mesner sich der Pferde bedienen." berichtete Pfarrer Steinwand über ein Hochwasser im Ort (Heimatbuch S. 49)

Im Frühjahr 1793 war Jakob Dettling, Sohn des Johann Dettling für die hiesige Gemeinde freiwillig Soldat geworden und stand als Kürassier unter dem löbl. Regiment Mack. Das Unglück wollte, dass dieser junge Soldat am 8. August 1793 beim Baden in Ungarn ertrunken ist (Heimatbuch S. 51).

Vor 1800 wurde Haus-Nr. 46 von Johann Dettling, dem Spielmann erbaut; 1800 gehörte es Jakob Ruf, dann Richard Jung, 1903 August Jung, Krämer (Heimatbuch S. 231)

1797 heiratete Maria Dettling, Tochter des Spielmanns, Jakob Ruf aus Salzstetten stammend (Heimatbuch S. 224)

1797 heiratete Maria Dettling aus Bittelbronn Konrad Marquard (1770-1835), Maurer (Fam. I/132).

26.10.1799 wurde Anton Dettling, Sohn des Johannes Dettling, lediger Müllerknecht in Bingen an der Lauchert (Hohenzollern) von einem Kaiserlich-Russischen Sodaten des Tartarenregiments Baronowski mit einem Pistolenschuss aus Zufall erschossen (Heimatbuch S. 51).

Um 1800 wohnte Johannes Dettling, Cyprian Dettling's Witwe im Haus Nr. 17 (Heimatbuch S. 240)

1800 heiratete Helene Dettling Josef Faßnacht (1765.1842) (Fam.Reg. 47)-

1807 wohnte Johannes Dettling, Maurer, dessen Großvater Christoph Dettling, oberer Hof, Schultheiß war, im Haus Nr. 33. Anschließend dessen Sohn Martin Dettling, Maurer (verh. 1840); ab 1880 dessen Sohn Kilian Dettling (Schreiner, 1903 von einem Schafknecht erschossen); ab 1906 dessen Sohn Martin Dettling (Schreinermeister) und ab 1955 dessen Sohn Harry Dettling (Heimatbuch S. 242)

1819 wurde Haus Nr. 107 von Melchior Walz erbaut. 1964 bewohnt von Angela Dettling geb. Wehle (Heimatbuch S. 240).

16.05.1828 verunglückte Alois Dettling beim Holzfällen im Wald (Heimatbuch S. 51).

1830 heiratete Rosa Dettling als zweite Ehefrau Jakob Zimmermann (1788-1858), Zimmermann (Heimatbuch S. 217).

1835 baute der ehemalige Adlerwirt bzw. dessen Schwiegervater Jung das Haus Nr. 139. Später gehörte es Julius Walz, der 1900 einen Haustausch mit Gottlieb Dettling durchführte, der bis dahin in der Schafgasse wohnte. 1964 gehörte es Fridolin Dettling,(Heimatbuch S. 228).

1835 wohnte Cyprian Dettling im Haus 16 sog. "Dettlingsche obere Hof", dannach ab 1867 dessen Sohn Friedrich Dettling, Straßenknecht. Ab 1898 Gottlieb Dettling, der 1899 sein Haus mit Julius Walz Nr. 139 in der Altheimer Straße tauschte (Heimatbuch S. 240).

1838 fasste Clemens Dettling aus Bittelbronn den Entschluss in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gasthof "Seewald" das Gasthaus zum "Löwen" zu erstellen. Wahrscheinlich blühte das Geschäft im oberen See ganz besonders..

1839 heiratete Anna Dettling den Schuster Matthias Ruef aus Salzstetten.(Heimatbuch S. 224)

1840 heiratete Anna Dettling den Schreiner Josef Engelfried aus Salzstetten (wohl im Haus von Johann Klink, Aschenberg.) (Heimatbuch S. 222)

1844 erbaute Melchior Dettling das Haus Nr. 149, der aus dem Haus 17 stammte; verheiratet mit der Witwe Legata Schlotter. Sein Sohn Johannes übernahm es ab 1857, dessen Sohn Ulrich Dettling ab 1890 bis dieser 1898 mit seiner Familie wegzog (Heimatbuch S. 243).

1858 heiratete Franziska Dettling als zweite Frau Johannes Kostenbäder (1820-1894), Schreiner (Fam.Reg. 352)

1877 wohnte Julius Dettling (gest. 1910), ehemaliger Rößlewirt von Bittelbronn, 2. Ehemann im Haus 155 (Heimatbuch S. 240).

1880 übernimmt Reinhold Dettling, zweiter Ehemann der Witwe das Gasthaus zum "Pflug" (Heimatbuch S.238)

23.05.1882 wurde der ledige Wegknecht Josef Dettling (62 Jahre alt) auf der Straße nach Bittelbronn, am Respwäldle vom Blitz getroffen. Er hatte unter einer Tanne Schutz gesucht. Unmittelbar vorher hatten mehrere Kinder bei ihm unter derselben Tanne Schutz gesucht,wurden aber vom Wegknecht weggejagt. "So wurde er für sie zum Schutzengel", wie Pfarrer Leser in der Chronik schreibt. (Heimatbuch S.48)

1896 wohnte Christine Dettling in Haus Nr. 7 bzw. 6a, in dem 1964 die Altpflugwirtin Johanna Dettling wohnte (Heimatbuch S.238)

1901 geborene Wilhelm Bettau heiratete Rosa Dettling (Heimatbuch S. 209).

Im Jahre 1903 wurde der Schreiner und Gemeinderat Kilian Dettling das Opfer einer gemeinen Tat. Pfarrer Aicher berichtet darüber wie folgt: " Am Passionssonntag, den 29. März, kam ein frecher junger Schäfer mit seiner Herde von Altheim her und weidete die Wiesen vor dem Ort ab. Der von Gündringen heimkehrende Gemeinderat und Schreiner Kilian Dettling meldete es dem Schultheißenamt. Dieser ging mit mehreren Männern hinaus und forderte den frechen Jungen auf, seine Papiere vorzuweisen. Auf die freche Antwort hin ließ der Schultheiß das Bürschlein verhaften, dabei war auch Dettling beteiligt und unterstützte den Polizeidiener. Auf einmal zog der Lausbube seinen Revolver und traf Dettling mitten ins Herz, sodass er zusammenbrach und sofort tot war. Der Täter floh davon. Am anderen Morgen klopfte er bei Bahnwärter Balthasar Zimmermann am See und begehrte einen Kaffee. Während er aß, fasste ihn Zimmermann und nahm ihm , mit der Axt drohend, den Revolver ab, und nun wurde er gebunden ins Ort geführt und dabei "windelweich" geschlagen. Bei der Verhandlung vor dem Schwurgericht Rottweil erhielt er 11 Jahre Zuchthaus: eine verdiente Strafe. Den Hinterbliebenen gewährten Gemeinde- und Staatskasse je eine einmalige Entschädigung von 1000 Mark (Heimatbuch S. 53).

Schützenverein: Martin Dettling und Wilhelm Schäfer waren die ersten Vorstände des Vereins, der um 1905 gegründet worden war (Heimatbuch S. 81).

1917 heiratete Agatha Dettling den Michael Stehle (1889-1943?)(Heimatbuch S. 219)

Gefallen im I. Weltkrieg: Martin Dettling Sohn des Reinhold Dettling, 28 Jahre, Uffz. 5. Gren. Regt. 119, gef. am 28.3.18 im Gefecht bei Moyenville durch Kopfschuss. Begraben auf dem Soldatenfriedhof von St. Seger (Heimatbuch S. 72)

1920 übernimmt Karl Dettling, Sohn des Reinhold Dettling das Gasthaus zum "Pflug" (Heimatbuch S.238)

1936 heiratete Agatha Dettling aus Dettlingen den achten Wirt des Gasthaus zum "Adler" Josef Scherrmann, der im Jahre 1932 die Wirtschaft von seinem Onkel Paul Schäfer übernahm (Heimatbuch s. 62)

Reinhold Dettling (1851-1933) heiratete die Witwe des Wirtes vom Gasthaus zum "Pflug" Andreas Kreidler (1846-1879) und war damit der siebte "Pflug"-Wirt. Auf ihn folgte sein Sohn Karl Michael Dettling (1888-1946), verheiratet mit Johanna Wild aus Lützenhardt. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft 1950 übernahm der Sohn Karl Dettling (verheiratet mit Johanna Maier 1953) die Gast- und Landwirtschaft. Der Brauereibetrieb ist schon lange stillgelegt. Eines der stattlichsten Gebäude ist eben der Pflug. Vor mehr als 200 Jahren war es der sogenannte obere Dettlingsche Hof, der ein großes Areal umfasste (Heimatbuch S. 63).

Gefallen im II. Weltkrieg:Josef Dettling Metzger, 36 Jahre alt, Sohn des Gottlieb Dettling, war erst am 13. Jan. 1945 eingezogen worden, wurde am 15. März 1945 nach seiner Genesung aus dem Lazarett Bruchsal entlassen mit einem Marschbefehl zu seiner Truppe, und wurde auf der Flucht nach Hause am 8. April 1945 von einem französischen Wachposten in aller Frühe in der Nähe von Pforzheim erschossen. Der Tote konnte erst am 25. Aug. in die Heimat überführt u. am 26. August 45 auf dem Heimatfriedhof beigesetzt werden (Heimatbuch S. 79).

Vermisst im II. Weltkrieg: Kilian Dettling verheiratet, Vater des Harry Dettling. Georg Dettling (Heimatbuch S. 79/80)

Im Jahre 1948 hätte das Jubelpaar Fridolin Dettling und Maria geb. Singer ebenfalls ihr Jubelfest feiern können, doch da einige Söhne und Enkel im Krieg gefallen waren, wurde auf eine Feier verzichtet (Heimatbuch S. 99).

1953 übernimmt Karl Dettling, Sohn des Karl Dettling das Gasthaus zum "Pflug" und Johanna Dettling wohnte im Haus 7. (Heimatbuch S.238)

1962 wohnte Heinz Dettling im Haus 89 (Heimatbuch S. 2290).

07.06.1963 wurde Feueralarm ausgelöst, da das Haus Nr. 55 von Schuhmacher Leo Dettling am Berg in Flammen stand. Die beiden Knaben der eingemieteten Lützenhardter Familie Schmidberger haben im Heubarn geraucht und so den Brand verursacht. Dem starken Regen zur zeit des Brandes ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf die benachbarten Gebäude (Georg Scherrmann, Lehmann und Lotte Müller) übergriff (Heimatbuch S. 53)